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Urkunden zur Geschichte der Universität Tübingen aus den Jahren 1476 bis 1550
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bis 1599 für die von Herzog Eriederich beabsichtigteund 1601 wirklich ausgeführte Organisation der Uni-versität seine bekannten Relationen ausarbeitete, hataus der Zeit vor 1534 nicht wesentlich mehr gehabt,als wir heute haben. Ja es ist ihm einiges unbekanntgeblieben, was inzwischen sich gefunden hat. AberAichmann klagt, die Acten seien so zerstreut gewesen,dass er sie bei der Registratur zu Hof, im geheimenund Oberrath wie nicht weniger auf der Visitation undbei dem Consistorio erheben und habe Zusammentragenmüssen. Und weil sie durch diese Zerstreuung nicht,wie es die Nothdurft erfordert hätte, aufeinander regi-striert worden, seien sie auch dermassen von einanderkommen, dass sie noch nicht vollkommen zusammen-gebracht werden mögen.

Es ist also nicht für unmöglich zu halten, dassaus einem vergessenen Winkel doch noch Dinge zumVorschein kommen, welche die grossen Lücken unsererUniversitätsgeschichte vom Beginne bis zu ihrer Refor-mation einigermassen ausfüllen könnten.

Insbesondere ist zu bedauern , dass von der beiGründung der Universität geführten Correspondenz keinBuchstabe in unsere Hände gekommen ist. Bei dieserArmuth der Zeugnisse aus den Anfängen dürfte derAbdruck der Matrikel um so willkommener sein,die allein noch von den Personen der Lehrer und derLernenden redet, und welche als eine Quelle vielesWissenswerthen der Herausgeber gerne mit einem eigent-