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Par. XXVI. Cap. XXI, i.
einen Todten mit Nennung seines Namens herauffordert, i) wer ihnherauffordert, der sieht ihn, hört aber seine Stimme nicht; 2) werseiner bedarf, hört seine Stimme, sieht ihn aber nicht; und 3) werseiner nicht bedarf, hört ihn nicht und sieht ihn nicht. So auchdas Weib, welche den Samuel heraufsteigen liess, sie sah ihn, hörteaber seine Stimme nicht; Saul dagegen, welcher seiner bedurfte,hörte seine Stimme, sah ihn aber nicht, Abner und Amasa, welcheseiner nicht bedurften, sahen ihn nicht und hörten ihn nicht. „Siesprach: Ein alter Mann steigt herauf und ist in ein Oberkleid (b'SM)gehüllt.“ Vergl. 1 Sam. 2, 19: „Seine Mutter machte ihm ein kleinesOberkleid (Vstt).“ „Samuel sprach zu Saul: Warum beunruhigstdu mich, dass du mich lassest heraufkommen?“
R. Chiwa erklärte die Schrift dem Wortsinne nach. Als er anfolgende Verse kam, weinte er, nämlich bei Am. 4, 13: „Denn siehe,er bildet die Berge und schafft den Wind und kündet dem Menschen,was seine Gedanken.“ Was heisst das: „Er kündet dem Menschen,was seine Gedanken?“ R. Huna sagte im Namen des R. Jabez:Er bildet die Berge und schafft den Wind. R. Huna im Namen desR. Jabez sagte ferner: imn ist Finsterniss und Nebel d. i. selbstsolche Dinge, in denen nichts Wesentliches ist, selbst das leisesteGespräch, was ein Mann mit seinem Weibe führt, wird auf dieTafel des Menschen aufgezeichnet und ihm dann in der Sterbestundevorgelesen. Und wer schreibt es? „Der, welcher das Morgenrothund die Finsterniss schafft“ (Amos 4, 13). Ferner heisst es Zeph.
2, 3: „Suchet den Ewigen all ihr Demüthigen im Lande;“ fernerAm. 5, 15: „Hasset das Böse und liebet das Gute;“ ferner Thren.
3, 29: „Er giebt in den Staub seinen Mund;“ ferner Koh. 8, 17: „Daich sah das ganze Werk Gottes“ u. s. w. Ferner: „Und Samuelsprach zu Saul: Warum beunruhigst du mich, dass du mich lassestherauf kommen?“ Er sprach nämlich zu ihm: Du hättest nicht deinenSchöpfer erzürnen (beunruhigen) sollen, allein du hast mich zu einerGottheit (einem Götzen) gemacht, weisst du nicht, dass ebenso dieAnbeter wie die Angebeteten bestraft werden? Manche sagen: Sa-muel war in dem Glauben, dass es der Tag des Gerichts sei under fürchtete sich und brachte Mose mit sich herauf, denn untertf’TibN ist nur Mose zu verstehen, wie es heisst Ex. 7, 1: (Gottsprach zu Mose:) „Siehe, ich habe dich dem Pharao zum Gotte ge-setzt.“ Wenn schon Samuel, von dem es heisst 1 Sam. 3, 20: „Undganz Israel von Dan bis Berseba erkannte, dass Samuel zum Pro-pheten des Ewigen beglaubigt sei,“ dadurch, weil er der Meinungwar, dass es der Gerichtstag sei, in Furcht versetzt wurde, um wieviel mehr müssen wir es sein. „Und Saul sprach: Mir ist sehrbange.“ Warum hat er ihm durch die Urim und Thummim nichtsgesagt? Darauf antwortete R. Jizchak bar R. Chija: Es heisstProv. 14, 10: „Das Herz weiss am besten seinen geheimen Gram.“Wenn er durch die Urim und Thummim zu ihm gesprochen hätte,so hätte er ihm entgegnen können: Du hast es dir selbst zugezogen,