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Geschichte der Juden.
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Ehe ich daran gehe, an der Hand dieses Sendschreibens manche Jrrthümcrzu berichtigen, welche über den Streit zwischen Mose Kapsali und Joseph Kolonbis auf den heutigen Tag in Cours gesetzt wurden, will ich zuerst dessenAuthenticität und Zeit konstatircn, und zugleich die Persönlichkeiten näherbezeichnen, welche darin erwähnt werden.
Authentisch sind die darin enthaltenen Thatsachen, weil sie von Zeitgenossenrcfcrirt werden. Denn wiewohl der Streit zwischen Benjamin Sccb bcnMathatia (o. S. 70, Anm.) und David Vital Kohcn aus Corfu (i"-n) wegender Wiedcrverhcirathung einer Ehefrau, deren Gatte für todt ausgcgebcn wurde,erst 1520 —1525 spielte (R«zspi>. Lsujamin Koed Ho. 1 —17, 246—249),in Folge dessen eben Elia Kapsali aufgcfordcrt wurde, auch seinerseits einVotum abzugcben: so ist doch der Gewährsmann des Hauptinhaltes im Send-schreiben ein Zeitgenosse des Joseph Kolon und Mose Kapsali. Menahemdcl Medigo, aus der berühmt gewordenen von Deutschland nach Candiacingewandcrten Familie, war, wie es in diesem Briefe heißt, ein Jünger desJoseph Kolon. Nach der Plünderung von Padua in Folge des Krieges zwischendem Kaiser Maximilian und den Vcnetianern 1509 (vergl. o. S. 429) wurdeMenahem del Medigo von der Gemeinde Candia berufen, das Nabbinat zuübernehmen (Mose Metz in des Joseph del Medigo x. 29): (1221 ;, 82 i'
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Die meisten der in dem Sendschreiben Elia Kapsali's genannten Personensind anderweitig bekannt, und dieser Umstand bezeugt ebenfalls dessen Authcn-ticität, wenn es dessen noch bedürfte.