Untergang Granadas.
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und begründete sein Urtheil durch schlagende Beweise, daß die un-glücklichen Marranen, welche den ihnen aufgezwungenen Glauben imInnern verwünschen, von den Christen selbst als Juden geschmäht undgehaßt werden, und öfter ihr Leben für das Bekenntnis; ihres Glaubensopfern, daß sie, seien sie auch in der Kirche geboren und erzogen, alsJuden zu behandeln seien H.
Nicht mehr lange war die schöne Hafenstadt Malaga, die Perl-muschel Andalusiens, eine Zufluchtsstätte für die unglücklichen Marranen,welche das Judenthum offen bekennen wollten. Durch die Zwietrachtder rivalisirenden Fürsten von Granada ergab sich Malaga densiegenden Christen, und das überkatholische Königspaar zog im Triumphdurch seine Thore ein (18. August 1487) Sämmtliche Einwohnerwurden zur Sklaverei verurtheilt. Darunter befanden sich ungefähr450 Juden. Die jüdische Barmherzigkeit nahm sich natürlich auchihrer an. Der Obersteuerpächter von Castilien, Abraham Senior(und wohl auch sein Geschäftsgenosse Isaak Abrabanel) stellte sich andie Spitze, um Gelder für deren Auslösung zu sammeln. Der jungeSalomo Jbn-Verga (Sohn des edlen Juda Jbn-Verga, derselbe,welcher später die Erinnerung an die Leidensgeschichte seiner zerstreutenStammgenossen gesammelt hat) reiste in den spanischen Gemeindenumher und brachte 27,000 Golddublonen (ungefähr 98,000 Thaler)zusammen, womit die jüdischen Gefangenen losgekauft und nach derBerberei befördert wurden 2). — Zwölf Juden, welche in Malagaerkannt wurden, daß sie vorher eine Zeit lang die Maske desChristenthums getragen hatten, wurden unter unsäglichen Qualengetödtet ^).
Nach langem, blutigen Kriege ging endlich das herrliche Granadain die Hände der stolzen Spanier über. Der letzte leichtsinnige KönigMul ei) Abu-Abdallah (Boabdil, Abulhassan) Unterzeichnete einenheimlichen Vertrag mit Fernando und Jsabella (25. November 1491 H,
H Vcrgl. o. S. 150, 153, 284, Anmcrk.
Bcrnaldez, Xe/e8 Oatolioos, Joseph von Arcvalo, Xnssä. Oxou. amEnde; Zacuto, ckosbasin sä. p. 227a; Jbn-Verga, Lebsbet
äsbuäs. (sä. Hannover p. 108): (?wb.npb) mbnp weOe, .-uvi p .-,Se> bin umwunO pns iiso. Aus Omsr-ba-Lsbllreba. x. 126 ä ist eine Notizerhalten, woraus hervorgeht, daß 1493 wieder Juden in Malaga waren. Esheißt dort: in IM .Npbur:? MI'.NU (nwvll.n ' 1 ' >21 e> .1 n 2 n 'N 2 i) ll'pioll.n NN 2 N ibmUKNP 2 L .112 8 '2 227! 2 ! 2 °n 2 ' 2 >b 'I 222 U 2 2 ") 2 . Darauf ein langes Gedicht. DurftenJuden noch in Malaga, sowie im Granadischcn überhaupt auch nach der Ver-treibung von 1492 wohnen? Schwerlich, das Datum ist wohl corrumpirt.
3) 2nrita, Xvnu1s8 äs Xragson H. XX. Kap. 71. Llorcnte I. p. 263.
Dieser Vertrag ist zum ersten Mal aus dem Archiv von Simancas voll-Graetz, Geschichte der Juden. VIII. 22