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8 (1897) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 2. Hälfte
Entstehung
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Vierzehntes Kapitel.

Vertreibung der Juden aus Spanien.

Der Zusammenhang zwischen Marraneu und Juden. Torquemada's Zwanggegen die Rabbinen, die Marrancn anzugeben. Juda Jbu-Verga; Ver-treibung der Juden aus Andalusien und Sevilla. Die jüdischen Hoflcuteunter Fernando und Jsabella. Isaak Abrabanel, sein Lcbcnsgang und seineschriftstellerischen Leistungen. Die Juden in Portugal unter Affonso V.Gedalja und Joseph Jbn-Jachja. Abrabanel's Flucht aus Portugal undsein Amt in Spanien. Die Juden in Granada: Isaak Hamon; dieFamilie Gavisou, Saadia Jbn-Danan und seine Schriften. Der FallMalagas, die jüdischen Gefangenen, Abraham Senjor und Salomo Jbn-Verga. Uebcrgabe von Granada und trauriges Schicksal der spanischenJuden. Ausweisungsedikt Fcrnando's und Jsabella's. Wirkung des Edikts.Torquemada mit seinen Bekchrungsmittcln. Die Auswanderung aus Spanien,Isaak Aboab nach Portugal. Die schmerzliche Trennung von den Gräbern.Zahl der Auswanderer. Sinken der Blüthe Spaniens durch den Verlustder Juden. Verwandlung der Synagogen und Lchrhäuser in Kirchen undKlöster. Die zurückgebliebenen Marrancn, die Masse der Schlachtopfer derInquisition. Torquemada's Todesangst. Sein Nachfolger Deza als heim-licher Jude angcklagt. Bajasid's treffender Ausspruch über die Vertreibungder Juden aus Spanien.

(14831492.)

Das Ungethüm der Inquisition, das zuerst seine Wuth gegendie Neuchristen richtete, streckte nach und nach seine Fangarme auchnach den Juden aus und überlieferte sie einem thränenreichen Geschicke.Der Zusammenhang zwischen den Juden und vielen Marranen war zueng, als daß die Erstem nicht auch in empfindliche Mitleidenschaftgezogen werden sollten. Sie standen mit einander im innigsten Ver-kehr, in brüderlicher Gemeinschaft. Die Juden empfanden für ihreunglücklichen Brüder, welche mit Widerwillen die Maske des Christen-thums tragen mußten, ein inniges Mitleid und suchten sie in derGemeinsamkeit zu erhalten. Sie unterrichteten die im Christenthumegeborenen Marranen in den Riten des Judenthums, hielten heimlichmit ihnen religiöse Zusammenkünfte für's Gebet, lieferten ihnenNeligionsschriften, zeigten ihnen das Eintreffen der Fast- und Festtage

Graetz, Geschichte der Juden. VIII. 21