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Geschichte der Juden.
Sie wurden als judaisirende Ketzer und als Feinde des heiligenOfficiums mit doppeltem Eifer verfolgt. Die Betheiligten an derVerschwörung wurden, wie die Richter ihrer habhaft geworden waren,(1486—1487) durch Saragossas Straßen geschleift, ihnen die Händeabgehauen, dann wurden sie gehängt und ihre Leichen verbrannt. Mehrals zweihundert Neuchristen wurden als Theilnehmer verurtheilt undviele Männer und Frauen aus vornehmen marranischen Familien besondersder Sanches und Sant-Angel zum Feuertode gebracht. Francescode Santa-Fs, der Sohn des Apostaten Josua Lorqui, welcher letzterein seiner Giftigkeit gegen Juden und Judenthum den ersten Zunderzur Inquisition gelegt hat, zum Scheiterhaufen verurtheilt, entleibtesich im Kerker und ebenso de la Abadia ^). Mehrere Verwandte desPedro de la Caballeria, der mit seiner Anklageschrift: „Eifert für Gott",als Apostat die Glaubenswuth entzünden geholfen hatte (o. S. 150),wurden zur öffentlichen Buße im Sambenito-Gewande verurtheilt. DieFlüchtlinge wurden in sktiZis verbrannt, und diejenigen, welche diesenauch nur auf kurze Zeit Asyl gegeben hatten, wurden ebenfallsöffentlich geächtet. Diese Strafe wurde über einen Prinzen, Jakob vonNavarra, Neffe des Königs Ferdinand, verhängt, welcher einenflüchtigen Marranen vor der Inquisition zu schützen, einige Tage inTudela beherbergt hatte -). Die Gebeine der Marranen, welche an demTode des Inquisitors Arbues betheiligt waren, wurden ausgegrabenund öffentlich mit der Feierlichkeit eines Glaubensschauspiels verbrannt.Wie weit die Entmenschung der Ketzerrichter ging, charakterisirt einevon ihnen verhängte Strafe. Einer der Verschworenen, Ga sparde Cruz, welcher Gelder für das Unternehmen gesammelt hatte,war glücklich nach Toulouse entkommen und dort gestorben. DieInquisition begnügte sich aber nicht damit, ihn im Bilde verbrannt zuhaben, sondern verhaftete seinen Sohn als Helfer bei der Flucht desVaters und verurtheilte ihn, nach Toulouse zu wandern, den dortigenDominikanern das über ihn ausgesprochene Urtheil vorzuzeigen undsie zu bitten, die Leiche seines Vaters auszugraben und zu verbrennen.Der schwache Sohn fügte sich und brachte nach Saragossa die Be-scheinigung der Dominikaner mit: daß die Leiche des Vaters auf denAntrag des Sohnes geschändet worden sei. Ebenso empörend ist diedoppelte Verruchtheit, daß ein Sohn seinen Vater, Simon de Sant-Angel und seine Mutter Clara Lünel*), den Inquisitoren als
H Das. x. 204, 223. Hm.-räor III. 264 vcrgl. Anhang zum grünen Buche,und Note 12.
2) Llorente 207, ^.mactoe 265. °) Note 12. Das.