Alfonso de Espina.
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wissenlos, verabredeten einen Plan, der Gemeinde von Sevilla denGaraus zu machen und ihre Habe zu plündern. Es bedurfte großerAnstrengung von Seiten der Ordnungsliebenden, um Ruhe wiederherzustellen i). Da der König nur ein Spielball in den Händen desAdels und der hohen Geistlichkeit war, so konnten die Cortes, nurvon judenfeindlichen Mitgliedern beherrscht, ihm die nachtheiligstenBeschlüsse zur Beschränkung der Juden abtrotzen. So setzten es dieCortes von Toledo (1465) durch, daß die drückende Ausschließungderselben aus der Zeit der Königin Catalina wieder zum Gesetz er-hoben wurde. Das von Juan II. für sie günstige Edikt von Arevalo(o. S. 148) wurde damit außer Kraft gesetzt. Da selbst die feindseligenGranden die Unentbehrlichkeit der Juden für den Wohlstand desLandes nicht übersehen konnten und fürchteten, daß sie, um die Quälereilos zu werden, auswandern würden, so fügten sie zu den Paragraphender Beschränkungen noch den hinzu, daß ihre Auswanderung durchallerlei Mittel verhindert werden sollte 2). Die Hetzereien gegen dieJuden von Seiten de Espina's erzeugten immer mehr eine feindseligeStimmung unter allen Klassen der Bevölkerung, welche die bei Hofeverkehrenden jüdischen Aerzte und Günstlinge um so weniger bannenkonnten, als der König völlig ohnmächtig war.
Wo möglich noch viel boshafter wüthete de Espina gegen dieNeuchristen oder, wie er sie nannte, heimlichen Indens. Allerdingswendeten sich manche Marranen, Söhne oder Enkel der durch Ge-waltmittel Getauften, angeekelt von dem unsittlichen Treiben der da-maligen Vertreter des Christenthums, dem Glauben ihrer Väter mehroder weniger heimlich zu^), bemüht, einerseits die Gesetze des Juden-thums nicht zu übertreten und andererseits nicht als Apostaten oder
i) Fcrrcras a. a. O. A 267. ^ Xmacior das. x. 164.
3) Vortalitiurn üäsi, sruäolitas XV: (juia. sx uiiuis. eouvarsatioussoruiu (lluäaeoruiu) st ü-sgusuti luuueruru aevsptatious jaw vsusruuttu protuuäuiu lualoruin . . . eurn multt sdristiani last! sunt lluciaei, utvsl raslius äisaiu, eraut oeeultl lluäasi st lastl sunt puüliei. XIüeasrsiuouias lluäaisas iiupuus odssrvaut. Vcrgl. dazu Salomo b. SimonDur an Rsspp. Nr. 90 verfaßt vor 1467): c'cus-: nbs b? 'n^sc'i
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Da vom Jahre 1481 bis 1498 mehrere Tausend auf dem Scheiterhaufenverbrannt und mehr als 20000 Reuige zum Tragen des Armcusünder-kittcls (8aiudeuito) vcrurtheilt wurden, außer denen, welche sich dem Feuer-tode durch die Flucht entzogen hatten und denen, welche gestorben waren undderen Gebeine verbrannt wurden, so muh die Zahl der heimlich judaisircndcnMarranen unglaublich groß gewesen sein (vcrgl. Note 11).