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8 (1897) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 2. Hälfte
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Geschichte der Juden.

den Sieg der Kirche verkündigen, die Vertheidiger des Juden-thums entmuthigen und ihnen den Glauben beibringen, daß ihrWiderstand vergeblich sei, und daß sie bei ihrer Rückkehr keinejüdische Gemeinde mehr vorfinden würden. Es ist kein geringesVerdienst, daß sich Don Vidal, Joseph Albo und ihre Genossenvon allen den auf sie einstürmenden Eindrücken nicht niederbeugenliehen. Der Papst sah seine Hoffnungen getäuscht; nicht ein einzigerder jüdischen Notabeln wurde schwankend. Die großen GemeindenAragonien's und Catalonien's blieben bis auf einzelne Schwach-müthige ihrem Glauben treu. Von jüdischen Gelehrten und Dichtern,welche bei den Disputationen anwesend waren, bekehrten sich einigeaus Ueberzeugung oder vielleicht aus Antipathie gegen den Talmud,aus dessen Inhalt so manches Anstößige aufgedeckt worden war. Ge-nannt werden Todros Be nve niste und Vidal Jbn-Labi dela Caballeria, welche in hohem Ansehen standen, und deren Be-kehrung den Notabeln tiefen Schmerz und den BekehrungssüchtigenFreude machte. Allein dieser Gewinn war nach Zahlen berechnet auchnicht von großer Bedeutung für die Kirche. Benedictus konnte nichtvor dem Concil von Costnitz, das bald zusammentreten sollte, alsTriumphator über den Unglauben der Juden auftreten und nichtSiege geltend machen, die ihm das Uebergewicht über seine zweinebenbuhlerischen Päpste hätten verschaffen können.

In seinem Unmuthe schüttete er seine Galle gegen den Talmudund schmälerte die geringe Freiheit der Juden. In der letztenSitzung der tortosaner Disputation entließ er die jüdischen Notabelnsehr unfreundlich und ließ ihnen seine feindlichen Beschlüsse verkünden"),

Bekehrungen in den genannten Ländern statt. Zurita berichtet a. a. O.:Uii ei sstio äsl ano passaäo so sonvisrteran äs las s^naMAas ctsA 02 U, Lalatajuä ^ ^lsaiiw was cts äosisnias, ^ sutrs ollos . . nn äuälo äs/.ai'LAvLg. . . . loäro? Hsnvsnist . . . nodls sn su 1s^; / ässpnsssnsssssivainsnts so los nasses äs Ilsbrsro, Nur 20 , aVbrll, VI a ^ 0 ^ännlo äests aus (1414) . . . innsbos äs los was sussiiaäos äuäios äs lassinäaäes äs Lalatasnä, varosa, k'raga / llarbastro ss eouviertsran Irastaen nnmsro äs 120 tainilias, ^ toäas las aVIjawas äs .Vleaili^, 6asps . .1a L.ljama äs Qerläa / los äuäios äs la villa äs lllawarlt z- aVIsolsa, /tueran su uuwsro äs 8000 los gns enlouses ss eouviertsran sn laeorts äst Uapa. Auch in Benedicts Bulle (weiter unten) ist erwähnt:fers lrla wilia . . . sx Illoruin Zsnts lläsw eatlrolioani snssspsrunl.Aber gerade in dieser Zeit bekehrte Viccnte in diesen Städten. Er warFebruar 1414 von Valencia nach Aragonien gekommen. Vergl. Heller, Vin-ccntius Fcrrcr S. 106. Zahlreiche Bekehrungen sind auch aus jüdischen Quellenbezeugt, vergl. Note 3. ^) Vorige Note und am Ende Note 3.

2 ) Protokollauszug bei de Castro (x. 222).