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8 (1897) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 2. Hälfte
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Geschichte der Juden.

etwa 1000 jüdische Gemeindemitglieder, etiva 5000 Seelen und unterihnen sehr reiche, welche Schifffahrt und überseeischen Handeltrieben. Don Samuel Abravalla hatte der Stadt während derBelagerung durch Don Pedro von Castilien eine bedeutende Anleihevorgeschossen und sich erboten, während derselben hundert Ritter

auf seine Kosten zu erhalten. Don Joseph Abarim hatte einVermögen von 20,000 Goldflorinen. Diese Wohlhabenheit lockte dasGesindel und auch gewissenlose Bürger, sich auf eine leichte Weise zubereichern. Raufbolde, Galeerensträflinge und Abenteurer gab es da-mals in Menge in dieser Seestadt, durch auswärtige und Bürgerkriegeherbeigelockt. Es herrschte in ihr Anarchie, und Menschenleben wurdegering geachtet. Sobald die Nachricht von dem Gemetzel in Sevillaund andern Städten nach Valencia gedrungen war, sammelten sichetwa dreißig oder vierzig Gassenbuben mit einem Banner und einigenKreuzen, denen sich der Auswurf der Stadt zugesellte, riefen:FerranMartine; kommt, um euch zu taufen" und suchten in das Judenvierteleinzudringen, das erst kurz vorher mit einer Mauer und Pfortenversehen worden war. Beim Eindringen durch die Pforten, welche

die Juden eilig verrammelten, wurden einige Buben eingeschlossen;einer derselben erhielt einen Schlag, alle erhoben ein jämmerliches

Geschrei, das; die Juden sie todtschlagen wollten. Darauf sammeltensich Ritter und Bürger, Soldaten und Mönche mit Mordwerkzeugenund suchten eine Holzpforte einzuschlagen. Als bei der Vertheidigungderselben ein christlicher Blutgeselle erschlagen wurde, steigerte sichdie Mordwuth der Angreifer. Sie drangen in das Judenviertel mitWuthgebrülle ein, tapfere jüdische Jünglinge und Männer setzten sich zurWehr, so entstand ein Kampf Mann gegen Mann. Aber die Christenwaren ihnen an Zahl überlegen, mordeten, plünderten die Häuser,entehrten Frauen und Jungfrauen. Etwa 250 Juden kamen dabeium's Leben, von Christen fielen im Kampfe etwa zehn bis zwölf.

Ferran Martine; konnte mit dem Gemetzel der Juden in Valenciazufrieden sein. Sein Christenthum hatte triumphirt. Nur Wenigeentkamen durch die Flucht in's nahe Gebirge, die meisten Juden gingenzum Christentums über, um dem fürchterlichen Tode durch eine Mord-bande zu entgehen. Joseph Abarim ließ sich erst taufen, nachdemer verwundet, sein Bruder getödtet, seine Nichte und eine Amme vonMartine;' Jüngern geschändet und sein ganzes Vermögen geplündertworden waren. Auch Don Samuel Abravalla, der Wohlthüter der

in IIsvus cls8 Xtnäss Xlti. p. 240 f. und bei Xmacior Ii. II. Ooonmsn-tos XIV. und XV.