obgleich njcht mehr im Licht des Tages. Clevelandglaubte sich berechtigt, einen Blick auf diese Verse zuwerfen; sic schienen das Bild eines Gcmiithszustandszu spiegeln, der ihn tief intcrcssirtc und sehr betrübte.Sic sprachen zwar de» festen Entschluß aus, sich zuwaffnen gegen die Erinnerung und die Furcht des Un-glücks; aber gchcimnißvollc und versteckte Anspielungenda und dort deuteten dock auch auf einen neuen undnoch wahrenden Kampf, wie ihn nur das Herz demGenius vergegenwärtigen kan». 2» diesen lückenhaftenund unvollkommenen Selbstgesprächen und Bekenntnissenlag der Beweis von den sehnsüchtigen schmerzlichen Ge-fühlen — von dem verödeten Leben — von dem ein-same» Herde des allein dastchsndc» Mannes. Und dochwar Maltravcrs in seinem persönlichen Umgang, selbstgegenüber seinem alten Freunde, so ruhitz, daß Clevclandnicht wußte, was er von der Realität der dort geschil-derten Gefühle denken sollte. War dieser glühende undschwärmerische Geist noch einmal durch einen lebendigenGegenstand geweckt worden? — und wenn dieß, wohatte er diesen Gegenstand gefunden? Das über denGedichten stehende Datum war sehr neu. Aber Wenhatte Maltravcrs gesehen? Clevelands Gedanken fielenauf Caroline Mcrton — auf Evelinc ; aber als er vonbeiden gesprochen, hatte nichts im Gesicht oder imBenehmen eine Gcmüthsbcwcgung bei Maltravcrsverrathcn. Und ehemals vcrricth sich doch sein Herz soschnell! Clevcland wußte nicht, in welchem GradStolz, Jahre nnd Leiden die Züge schulen und meistern,
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