lein — sprich, willst Du diesen jungen Gentleman zumtreuen Liebhaber und verpfändeten Verlobten haben?Wenn dieß ist, so soll er Dir ein Herrenhaus znm Leib-gedinge geben, und Du sollt ein Sammtkleid sanimtgolener Kette tragen, als eines Ritters Weib."
Diese unerwartete Einmischung, welche »olltommenin der Art und im Charakter der vornehmen Lords war,welche häufig in sehr gebieterischem Tone für ihre Clien-ten und Verwandte warben, vollendete das Mißfallen,welches der derbe Marmadnke schon in Sybillens zartemaber stolzem Gemüth erregt hatte. „Sprich, Mädchen,Ja oder Nein!" fuhr Montagu fort, erstaunt und zornigüber das stolze Schweigen einer Person, die er wohl vomSehen und dem Namen nach kannte, obgleich er frühernie mit ihr gesprochen hatte.
„Nein, mein Lord," antwortete Sybille, ihre Ent-rüstung über diesen Ton in sich niederkämpfend, obgleichsie in ihrer Wange brannte, in ihrem Auge stammte,und in dem Arbeiten ihrer geschwellten Brust sich verrietst.„Nein! und Euer Vetter hätte diese Beleidigung der-jenigen ersparen können, der er — doch das thut Nichtszur Sache." Sie schlüpfte mit diesen Worten aus demZelt und ging die Allee hinauf nach dem der Mutter derKönigin.
„Am besten so; Du bist noch zujung zum Heiralhen,Marmadukc," sagte Montagu kalt. „Wir wollen Dirbinnen Kurzem eine reichere Braut finden. Da ist Mary