141
als er eS in diesem Zeitpunkt sehn mußte, erwiederte dochdiese Neigung in so weit, daß seine Furcht in diesem Au-genblick hauptsächlich Edward, und nicht Warwick galt.Er allein von allen hier Anwesenden kannte den Grundvon Marwicks hastiger Rückkehr, denn er hatte ihm heim-lich die Nachricht von des Bastards Besuch, dessen eigent-lichem Zweck und dem unausbleiblichen Erfolg der ange-zeltelten Jntriken mitgetheilt, falls nicht der Graf sofortzurnckjukehren im Stande seh, seine Mission erfüllt, unddie Gesandten Frankreichs mit herüberbringend; und so-gar noch ehe der an den König geschickte Courrier inShene angekommen, hatte eine vertraute Hand Montag»die Nachricht zngesandt, daß Warwick, mit Fug beunru-higt und aufgebracht, das stattliche Gefolge in Doverzurückgelassen habe, und so schnell als unterlegte Pferdeund sein eigner feuriger Geist die Reise fördern konnten,zurück zu seinem undankbaren König eile.
Inzwischen war die Mittagszeit vorüber, die Kurz-weil erlahmte, und Trvmpetenschall von des KönigsPavillon verkündigte, daß der ermattende Zeitvertreib jetztdem üppigen Bankett Platz machen solle.
In diesem Augenblick näherte sich Montagn einemZelt, fern von den königlichen Pavillons, und wie seingeräuschloser Schritt das Gras zertrat, hörte er den Lautvon Stimmen, welche wenig im Einklang standen mit denweltlichen Gedanken, welche seine Brust erfüllten.
„Nein, süßes Fräulein, nein," sagte eines jungenMannes Stimme in ernster Gemüthsbewegung, „beur-