Bogen lange Alleen und Visia's, die sich »ach und nachin der kühlen Tiefe des Laubwerks verloren; unter diesenGängen und um diesen Platz herum waren zahllose Lau-ben erbaut, prangend mit allen damals in England be-kannten Blumen. In der Mitle des freien grünen Platzeswar ein kleiner, künstlicher See, jetzt längst vertrocknet,und damals geschmückt mit einer Menge Fontänen, welcherings in die glühende Luft Kühlung auSzngleßen schienen.An verschiedenen geeigneten Stellen waren Zelte vonSeide und weißem Tuch von Rennes anfgeschlagen, undjedes Zelt so angebracht, daß es eine von den Alleen be-herrschte : und unter der Oeffnung von jedem stand einCavalicr oder eine Dame, mit dem Bogen oder der Arm-brust, wie es eines Jeden Laune oder Geschicklichkeit an-gemessen war, dem Wild auflauernd, welches Hörner undHunde rasch und in großer Anzahl durch die Alleen trie-ben. Dieß war die üppige „Sommerjagd" des Sarda-napals des Nordens. Auch konnte kein Schauspiel einevollständigere Beranschanlichung jenes poetischen und dochverweichlichten Geschmacks abgeben, der, von den Jtaliä-nern entlehnt, einen kurze» Zeitraum als Nebergang vomNitterwcsen zur modernen Zeit ausfüllte. Die ausneh-mende Schönheit des Tages — die Ueppigkeit des Laubsin der glanzvollen Sonne der ersten Juliustage, das An-schlägen der Hunde, der Klang des weichen, schmelzendenHvrnes, der Wohlgeruch der von den miltäglich duftendenBlumen geschwängerten Luft, die luftigen Zelte, die präch-tigen Anzüge und die schönen Gesichter und das fröhliche
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