St
Montag» heftete sein durchdringendes Auge aufRichard, mußte es aber beschämt senken vor diesem festen,tiefen. Nichts errathen lassenden Blick, der in andre Her-zen fich einzubohren schien, ohne zu offenbaren, was imeignen Herzen vorging.
„Glücklicher Clarence!" fing der Prinz mit einemtiefen Seufzer nach einer kleinen Panse wieder an —„der Gatte einer Nevile und eines Marwicks Sohn!Was können die Heiligen Mehr thnn für einen Mann?Ihr müßt seine Fehler — unser Aller Fehler und Jrr-thümer gegen Euren Bruder entschuldigen. Zch wißtvielleicht nicht, süßer Montag», welch inniges Anliegenes meinem Herzen ist, die beste Freundschaft zwischen LordMarwick und dem König aufrecht zu erhalten. Dennmich dünkt, es gibt ein Antlitz, noch schöner als das derschönen Isabel, und Einen Mann, der noch beneidens-werthcr ist, als Clarence selbst. Das schönste Angesichtauf der weiten Welt ist für mich das der Lady Anna —der glücklichste Mann, zwischen der Wiege und dem Grab,ist der, welchen Lady Anna ihre» Gatten nennen wird!nnd wenn ich — vH! seht Ihr, Montag», laßt doch kei-nen Bruch aufkommen zwischen Warwick und dem König !Lebt Ihr wohl, lieber Lord und Vetter; ich gehe nachBaynard's Castle, bis diese Feste vorüber find."
„Wird nicht Euer Gnaden," sagte Montag», ficherholend von dem Erstaunen, in welches ein Theil derRede GloncesterS ihn versetzt hatte, „wird nicht EuerGnaden — so geübt mit der Lanze und in der Netter-