Druckschrift 
4 (1843)
Entstehung
Seite
59
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nein Pergament, mit einem goldneustaden umwickelt, derin sein Barett gelegt wurde; und nachdem er des KönigsErlanbniß erhalten, das Abenteuer der Vcrgißmcinnicht-blumc zu einem Schluß zu bringen, beförderte dertapfere Anthem) die genannten Sachen und die Blumein Schmelz an den Bastard von Burgund, und ersuchteihn, die letztere mit seiner ritterlichen Hand zu berühren,zum Zeichen, daß er die AuSfordernng annehme. DerGraf de la Roche that dieß, aber er wurde von seinemBruder nicht mit unter den Rittern geschickt, welche Charo-lois nach England abordnete, und der Kampf war bis aufden jetzigen Zeitpunkt verschoben worden.

Jetzt aber ergriffen der ränkesüchtige NiverS nndseine Herzogin mit Freuden einen so trefflichen Vorwand,den talentvollen Bruder von Warwtcks Feind und demNebenbuhler des Französischen Prinzen Carl von Bur-gund bei Edward einzuführcu; und Anthony Woodville,ein zu hochsinnigcr, ritterlicher Mann, als daß er ihrelistigen Anschläge auf eine andre, minder chevalereskeArt hätte unterstützen mögen, willigte gerne ein, eineAusforderung zu Ehren der Damen von England wiederin Kraft und ins Leben treten zu lassen.

Der Einzige unter den Hvfleuten, welcher mißver-gnügt schien über den beabsichtigten Besuch des tapfer»Bnrgundischen Kämpen, war der Lord Montag», Diesererfahrene Mann von durchdringendem Berstande ließ sichnicht täuschen durch eine hohle Schaustellung jener Rit-terlichkeit, die, wie natürlich sic seyn mochte am Hofe