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nicht Euer Ohr zu leihen, die seine Ehre und seine Ge-sandtschaft verdächtigen/'
Der tiefeindringende Scharfblick dieser Bemerkungen»der Ruf des Sprechers, und die wohlbekannte Feindschaftzwischen ihm und Warwick — deren Gründe nachher zurSprache kommen werden, machten einen starken Eindruckauf Edwards Verstand, der immer lebendig und kräftigwar, wenn ihn nicht Leidenschaft umwölkte. Aber Rivers,dessen Erbitterung gegen den Grafen unbezähmbar war,versetzte kalt:
„Mit aller Achtung der Ansicht des Lord Hastings,Sire, den, wie wir wissen, die Liebe manchmal blindmacht, und dessen Huldigung gegen des Grafen schöneSchwester, die Lady von Bonville, ihn vielleicht mit ver-mag, den Tag zu vergessen, wo Lord Warwick —"
„Haltet ein, mein Lord," sagte Hastings, ganz weißvor unterdrücktem Zorne; „diese Anspielungen gehörennicht in die Berathungen ernster Männer."
„Ey, Hastings," sagte Edward, lustig lachend, „dieWeiber mischen sich von selbst in Alles; Tisch oder Rath,Bett oder Schlacht — wo immer ein Unheil um den Wegist, da lugt gewiß immer ein schlaues Weibergesicht hin-ter dem Schleier hervor. Fahrt fort, Rivers."
„Verzeihung, mein Lord Hastings," sagte Rivers.„Ich wußte nicht, daß mein Hieb so weh thun würde;hier ist noch ein Brief, den ich dem Könige noch nichtvorgelegt." Er zog ein Papier aus dem Busen und laswie folgt: