Druckschrift 
4 (1843)
Entstehung
Seite
11
Einzelbild herunterladen
 

11

Lady Margaretha in England ist, als Priester verkleidet.Morgen werden alle religiösen Häuser durchsucht werden;wenn Du weißt, wo sie versteckt ist, sage ihr, daß sie nichteine Stunde säume zu fliehen."

Ich fliehe nicht!" rief Margaretha;mag Edward,wenn er es wagt, meinem Volke kund thun, daß seineKönigin in ihrer Stadt London ist! Mag er seine Misch-linge ausseuden, sie zu greifen. Nicht in diesem Anzugsoll man sie finden. In Staatskleidern, das Scepter inder Hand, sollen sie die Gemahlin ihres Königs in dasGefängniß ihres eigenen Palastes schleppen!"

Auf meinen Knteen, große Königin, fleh' ich Euchan, ruhig und kaltblütig zu überlegen; mit dem VerlustEurer Freiheit ist auch alle Hoffnung auf Sieg, sogaralle Möglichkeit des Kampfes verloren. Glaubt nicht,daß Edwards Furcht Margarethen daö Leben lassen würde,das seine Verachtung Eurem königlichen Gatten schonendgeschenkt hat. Zwischen Eurem Gefängniß und EuremGrab ist nur Ein geheimer und blutiger Schritt! LaßtEuch bereden, verliert keine Zeit! Mein zuverlässigerHugh wartet Euer in diesem Augenblick unten mit seinemBoot. Unterlegte Pferde flehen Tag und Nacht bereit.Euch bi« zur Küste zu fördern; während ich für EureWiedereinsetzung arbeitete, habe ich die Sicherung undErleichterung einer etwaigen Flucht nie aus dem Auge ge-lassen. Zögert nicht, gnädige, erlauchte Lady laßt nichtEuern Sohn sagen:'Meiner Mutter Leidenschaftlichkeit hatmir die Hoffnung aufmeinesGroßvaterS Krone vernichtet.'"