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Umstände gefunden werden; sei es nun, daß wir alsdann nur diese Um-stände schärfer herausheben und dauernder in unserer Empfindung aufbe-wahrcn, oder sei es wirklich, daß eine geheime und unbegreifliche Sympa-thie der Seele diejenigen zusammenführt, die in ihren innersten Empfin-dungen Eins sind, oder daß dieselbe Gemüthsstimmung ihnen wenigstensähnliche Richtungen gebe, in welchen sie sich öfter und leichter begegnen.
Die Schürzung des Hauptknotens endlich entspringt sehr natürlichans Hermanns und Dorotheens Charakter. Er, feierlich gestimmt undtief bewegt und ans mehr als Einem Grunde, aber vorzüglich wegen desRinges (den der Dichter so trefflich benutzt hat), au der Erfüllung seinerWünsche zweifelnd, mußte nothwendig in seinen Worten zaudern undstocken; Dorotheens leichte und gewandte Besonnenheit ihm eben so noth-wendig mit einer kurzen Entscheidung zu Hülfe kommen. Das Unglückihrer Lage muß ihr einen Antrag zur Heirath so unglaublich, und dagegenden, den sie wirklich annimmt, so wahrscheinlich machen; und seine Schüch-ternheit, seine Freude, sie doch wenigstens nun in seiner Nähe zu besitzen,seine Furcht, durch einen anderen Zusatz auf einmal alles wieder zu ver-derben, muß ihn diesen Ausweg, den sie ihn: darbietet, mit beiden Händenergreifen lassen.
In der That hätte der Dichter kein glücklicheres Mittel finden kön-nen, seine Wirkung zugleich hinznhalten und zu verstärken. Wie schönwird nun der Rückweg der beiden Liebenden durch dies Mißverständnisdas Dorotheen die ganze Freiheit in ihren Acußerungen gegen Hermannerhält, welche das Bewußtsein anerkannter Gefühle nothwendig raubt!Welche liebliche Zweideutigkeit bringt es in die Worte des Jünglings, mitdenen er immer zweifelnd, aber auch immer bald mehr, bald weniger hof-fend, ihr seine Besitzungen, das Hans seiner Eltern, dies Fenster der Kam-mer zeigt, die er bisher einsam bewohnt hat, und nun doppelt glücklich anihrer Seite bewohnen wird. Wie gern hören wir ihn hier, nicht mehr in:Staude, seine Empfindung ganz an sich zu halten, ihr sagen, daß dieseKammer künftig die ihrige sein wird, aber auch gleich durch den Zusatz:-wir verändern in: Hanse,
wieder das znrücknehmcn, wodurch er sich verrathen zu habe,: glaubt.Wie glücklich hat der Dichter diese ganze Stelle auf einen: reizenden Mit-telwege zwischen den: Ernst der Wirklichkeit und den: Spiel einer bloßenEinbildung gehalten.
Die letzte von denen, welche wir hier zusammen anführten, und welche
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