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Ich habe einige Besorgniß, es werde vondenjenigen Lesern, welche aus einem Theile dasGanze beurtheilcn, die Tendenz dieses Werksgetadelt werden, weil sie nicht recht verstandenwird. Ich habe einige Besorgniß, es möchtengelegentliche Beschreibungen als mit zu leben-digen Farben ausgemalt, oder Schilderungenvon ^Gefühlen als zu naturgetreu gezeichneterscheinen: aber ehe man mich verdammt,möge man bedenken, daß es keinen größer»,wiewohl gewöhnlichen Mißgr'ff im Gebiet desSittlichen gibt, als den: eine Buße aufzuer-legen, ohne das Vergehen erläutert zu haben;und wenn ich i» Schilderung der Strafe michgetreu an die Wahrheit gehalten habe, so wares unerläßlich bei Aufzeichnung des Verlaufsder Leidenschaften nach demselben Maßstab zuverfahren. Aber, obgleich ich gestehe nachAehnlichkeit gestrebt zu haben, habe ich michdoch sorgfältig vor Verschönerung gehütet;nie Hab' ich im Gemälde der Schuld ihr Elendzu liberfirnißen, ihre Schmach zu übertünchengesucht. Wenn meine Erzählung sich auf dieVerirrungen des Herzens gründet, so ist dießdarum, weil die fruchtbarsten moralischen