Druckschrift 
6 (1834)
Entstehung
Seite
120
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IA,

rer am Herde saß, Thcc aas einer blauen Kannetrank, und sich zu seines Leibes Nahrung und Noth-dnrft mit großer Sorgfalt zwei oder drei ungeheurerunde Drodstücke röstete, ,,wer weiß, was aus unsselbst werden kann und mit diesen Werren senkesie einen glühenden Becher »eben den Ellenbogenihrer Gebieterin. Aber in dem Verfall ihrer Vcr-standeskräfte war das alte Weib sogar für diesenTrost unempfänglich, zwar schlürfte und trank sie;aber als ob der Strom die erstarrten Gegenden»durch welche er kam, nicht mehr erwärmte, fuhr stkfort in ihrer kreischenden und jammernden Art zubrummen:Ischt das eure Dankbarkeid, ihr Schlau-genbruhd! was bringd Ihr nicht den Scsinabbs, wieich's sage? Diu ich in dem Alder Wasser zu drin-kes wie ein Gaul, du garstiges Mensch! O wen»ich mir das je gcdachd häddc, daß ich so werde imStich gelassen werden!"

Ohne auf dieses Schelten zn achten, das sie alsnngegründcr erkannte, verließ die rumorende Marthajetzt das Zimmer, »m ihren Beschäftigungen in derobern Haushaltung nachzugchcn. Der Mannam Herd blieb jetzt der einzige Gesellschafter derWittwc. Mit rohem Mitleid im Auge sah er sie,als sie weinend da saß, einen Augenblick an, kautegemächlich an seiner Schnitte, die er jetzt mit But-ter geröstet, und auf ein Teller von Steingut aufder Kaminccke gelegt hatte und begann folgendentröstlichen Zuspruch: