Druckschrift 
6 (1834)
Entstehung
Seite
105
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das Opfer deiner Treulosigkeit zermalmen wolltest.Du sollst den Weg deiner Ehrsucht kinderlos, zweck-los, hoffnungslos wandeln. Krankheit drücke deinemLeib ihren Stempel ans. Der Wurm nage an dei-nem Herzen. Du sollst Ehren gewinnen und sie nichtgenießen, das Ziel deiner Ehrsucht erreichen undverzweifeln; -sollst nach deinem Sohn schmachten undihn nicht finden, oder wenn du ihn findest, dieStunde verfluchen, wo er geboren ward. Höre meineWorte, Mann! ich bin eine Sterbende, die sprichtich weiß, daß ich eine Prophetin bin in meinemFluche. Von dieser Stunde an bin ich gerächt unddu bist Gegenstand meines Hohns!"

Wie die härtesten Naturen erschrocken znrückbe-bcn vor dem gläsernen Auge des Rasenden, so erlagin den Schauern der Nacht, geknebelt von den Schur-ken, bei der wilden und feierlichen, durch Leiden-schaft und thcilweisen Wahnsinn noch geschärftenStimme der geisterhafte» Gestalt, welche ihm Lurchalle Nerven gellte, selbst William Brandon's trotzigeSeelenstärke. Er brachte nicht ein Wort hervor.Man fand ihn am nächste» Morgen mit starken Stri-cken an sein Bett gebunden. Er sprach nicht als erbefreit war, sondern ging schweigend ln das Schlaf-gemach seines Kindes; - das Kind war weg. Aucheinige wertbvolle Sachen waren gestohlen; die ver-zweifelten Werkzeuge, deren die Mutter sich bediente,hatten wohl nicht ohne Belohnung die That ausfüh-ren wollen.