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mund auffallen, wie Lünens Aussehen nnd Gesund«beit rasch abnahm. Seit dem Tage, wo sie Clis-fvrd zum letztenmal gesehen, hatte ihr zuvor schonheftig erschütterter Geich eS verschmäht, auch nureiner: Schein seiner von Natur fröhlichen nnd glück-lichen Stimmung wieder anzunehmen. See wurdeschweigsam und in sich gekehrt, selbst ihre Sanft-mut!) gicng zuweilen in mürrische, reizbare Verstim-mung über. Weder zu Büchern, noch zur Musik,noch zu ixgeud einer Kunstfertigkeit, womit mandie Zeit betrügt, nahm sie ihre Zuflucht, um auchnur für kurze Frist die bittern Empfludungcn ihresHerzens sich zu erleichtern, oder den stets regenStachel derselben in vorübergehende Vergessenheitzu versenken. Ihr Gemüth war seinem ganzenWesen und Umfang nach erschüttert, ihr Stolz warverwundet, ihre Liebe vergällt, ihr Vertrauen wichendlich düsterem schwarzem Verdacht. Nichts, dasfühlte sie wohl, alS gänzlicher Ruin des guten Na-mens uud Glückes konnte die verstockte Hartnäckig-keit rechtfertigen, womit er sie aufgkgeben und ver-lassen hatte. Ihre Seldstlvssprcchung tröstete sieauch nicht mehr in ihrer Betrübnis:, Sie verdammte sichselbst wegen ihrer Schwäche, vv.u der Entstehung ih-rer unseligen Neigung an bis zu der Wendling, Kel-che sie jetzt genommen hatte. „Warum bekämpfte ichsie nicht gleich Anfangs?" sagte sie mit Bitterkeit,„warnm erlaubte ich mir so leicht, einen Unbekanntenzu lieben, einen Manu oou ziveidciuigem Charakter,