kn seiner Unterredung mit Lucke kein Mittel, dasihm seine große Redner-Gewandheit und seinebe-wuudernswcrche Kenntnis; der menschlichen Naturan die Hand gab, um wenigstens-eine Grundlagezur Aufführung seines Anschlags zu gewinnen. Un-ter andern Ueberrcdnngsgründen, die er aus sei-ner Weltklughcit schosste, deutete er auch aufLucicus Liebe zu Cliffvrd hin; und der gewissen-lose , arglistige Mann nahm sogar keinen Anstand,freilich auf versteckte und feine Weise, wie es dieHerzeusreiuheit des Wesens erheischte, mit wel-chem er zu thun hatte, auf die Möglichkeit hinzu-wciscn, dieser Liebe nachzuhangen — nach derHeirat!;! obgleich er das Verbrechen,, sie. vorder Heirath zu ermuthigen, als den gröbsten Ver-stoß gegen Sitte und Anstand bezeichuete. DieserWink jedoch gieng unbeachtet an Luciens schuldlo-sem Ohr vorüber. Sie begriff de» Sinn davonnicht von Weitem; bitter empfand sie nur, mitglühender Wange und zuckender Lippe, die Anspie-lung auf eine Liebe, welche irgend zu beargwöh-nen,.sie für eine empörende Unart hielt.
BrandonS Stirne war, als er das Zimmerverließ, umwvlkt, sein Auge zerstreut und gedan-kenvoll; offenbar hatte ihm die Besprechung mitseiner Nichte wenig Freude oder Zufriedenheit ge-währt. Miß Branden selbst war in großer Bewe-gung; denn im Wesen ihres^Oheims-lag jene ge-heime, gewaltige, den: Willen Midren bestimmen-