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ten verkehren, ohne nachgerade Alles zn verachten,was er früher angebctet. Das Alter läßt uns nurEin Gefühl übrig — Geringschätzung!
„Hat man Sie denn vcrläumdet," sagte Lu-cic, auf eine Zeitung, das Organ der Brandvncntgegcnstehcndeu Parkhey hindcutcnd, „hat manSie denn vcrläumdet, wenn man Sie hier ehv-gcitzig ncnnr? Wenn man Sie selbstsüchtig undhabsüchtig nennt, so thut man Ihnen, das weiß ich,Anrecht; aber ich gestehe Ihnen, daß ich selbstSie für ehrgeitzig hielt; aber kann denn derjenige,der die Menschen verachtet, ihre gute Meinungsich wünschen?"
„Ihre gute MeinungI" wiederholte Brandvnspottend. „Verlangen wir das Lob der Esel diewir retten? — Nein!" fuhr er nach einer Pausefort, „die Macht, nicht die Ehre — die Hoff-nung sich sowohl bet der äußern Welt als bei sichselbst im Innern der Seele in Achtung zu sehen:diese Hoffnung treibt mich zu arbeiten, da ich ru-hen könnte und wird mich treiben bis an mein Grab.— Lucic! „fuhr Branden die Augen ans seineNichte heftend fort, „hast du keinen Ehrgcitz? Ha-ben Gewalt, Prunk und Ehrenstcllcn für deinGcmüth keinen Rcttz?"
„Gar keinen!" sagte Lucie ruhig und einfach.
„In der That! — Cs gab Zeiten, wo ichmein Blut in deinen Adern zu erkennen glaubte,öu stammst aus einem ehemals edeln, aber vcr-