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Augenblicke die Selbstbeherrschung des Mannesüberwältigten und sich kämpfend Luft machten.
Wenn nachher, lange nachher Lucie, seinerätselhaften Worte sich wieder vergegenwärtigend,sich selbst gestand, daß sic ein schuldbeflccktcs Ge-wissen verricthcn: so war sie doch jetzt zu ergrif-fen, um an etwas Anderes als seine Liebe undseine Bewegung denken zu können. Sie beugtesich hinab und mit mädchenhafter, zärtlicher Selbst-vcrgessenheit, der Niemand widerstanden hätte,legte sie ihre beiden Hände in die seinigen; Clif-ford fuhr ans, starrte sie an und im nächsten Au-genblick hatte er sie an sein Herz gedrückt; undwährend die einzigen Lhränen, die er seit seinerverbrecherischen Laufbahn vergossen, häufig undheiß auf ihr Antlitz fielen, küßte er mit leiden-schaftlichem, wildem Entzücken ihre Stirne, Wan-gen und Lippen. Die Stimme erstarb in ihm; ergetraute sich nicht mehr zu sprechen; nur Ein Ge-danke durchbcbte und dnrchhallte selbst bei dieseranscheinenden Vergessenheit seiner und ihrer Lageseine Brust: der Gedanke der Flucht. Je innigerer seiner Liebe sich bewußt ward, je zärtlicher undvertrauensvoller der Gegenstand seiner Liebe wur-de, desto dringender zeigte sich ihm die Nothwen-digkeit sie zu verlassen. Alle andern Pflichten hat-te er versäumt, aber er liebte mit ächter Liebeund die Liebe, die ihn Eine Pflicht lehrte, führteihn trinmfirend durch ihre bitterste Prvbe.j