Druckschrift 
5 (1834)
Entstehung
Seite
12
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Himmel Ein Gebet erhört Verachtung und Ab-scheu gegen mich cinflößen werden!"

Um der himmlischen Barmherzigkeit willen, re-den Sie nicht so!" sagte Lucie, in verwirrter Bestür-mung die finstern arbeitenden Züge ihres Geliebtenanstarrend,Verachtung, Abscheu gegen Sie! un-möglich ! wie könnte dich sepn bei der Erinnerungan die letzte Mcht!"

Ja, an letzte Nacht," sagte Clifford, ganzdurch die Zähne sprechend," diese Erinnerung hatviel, was lang in uns beiden fortleben wird; aberSie, Sie, holder Engel!" (und alle Härteund Ironie verschwand auf Einmal aus Ton undMiene und wich einer zärtlichen, tiefen Traurig-keit, vermischt mit einer an Verehrung gränzen-dcn Hochachtung)Sie konnten nie von mehr alsvon Mitleid gegen einen Menschen wie ich, träu-men Sie hätten nie von Ihrer erhabnen undglänzenden Reinheit hcrabsteigen sollen, um gegenmich Eine solche Empfindung zu hegen, wie dieje-nige, welche in meinem Herzen für Sie lodertSie, ja, ziel-en Sie Ihre Hand weg, ich bin nichtwcrth sie zu berühren!" Er drückte seine Händevors Gesicht und verstummte plötzlich; aber seineinnre Bewegung war übelvcrhchlt und Lucie sahdie kräftige Gestalt vor ihr von Leidenschaften ci>griffen und geschüttelt, die nur um so gewaltigerund hcrzzerreissender waren, weil sie nur wenige