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1 (1838) Immanuel Kant's Schriften zur Philosophie im Allgemeinen und zur Logik
Entstehung
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129
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Scnfcn oricntircn?

12 !)

gruttt» unfcreS UrthcilS über ba§ Safein be5 I)6cbffen SBefenS au?--mad)t, »on bem e§ nur ein zufälliger ©cbraud) ift, fiel) in benfpecutatioen SSerfudjcn über benfelben ©egenftanb ju orientiren; fofehlte er hierin allerbingS, bajj er biefer ©peculation bennod) fo nie!Vermögen zutraute, für fiel) allein auf bem Sßcge ber ScmonftrationjUcg au§zurid)fen. Sie Stothwcncigfeit be§ erjleren 9Rittel§ fonntenur Statt ftnben, wenn bie Unzulänglichheit beS letzteren öollig ju=geftanben war; ein ©eftänbnifs, ju wetd>em iljn feine <Sct>arffin=nigfeit boef) julefet roürbe gebracht babeit, wenn mit einer längeren£ebcns>bauer ihm auch bie ben Sugenbjahren mel)r eigene ©ewanbt;heit best ©cifieS, alte gewohnte ScnfungSart nach SScränberung be§3ufianbcS ber SBiffenfchaften leicht umjuanbern, wäre oergönnt ge-roefen. Snbeffen bleibt ihm bod) baS SScrbicnjt, baff er baraufbeftanb: ben lebten fProbirftein ber Buläffigf'cit eines UrtheilS l)i cr /mit atlcrwärtS, nirgenb, al§ allein in ber SScrnunft ju fud;en,jie mochte nun burdh ©inficht ober blofcS SSebürfniji unb bie 9Jta-jeime ihrer eigenen Buträglidffcit in ber SBal)l ihrer ©ätje geleitet»erben. 6r nannte bie SScrnunft in ihrem lederen ©ebraudie biegemeine SSRcnfchenücrnunft; benn biefer ift il)r eigenes Sntercffc jeber-jeit jucrjl öor'Kugen, inbef? man auS bem natürlid;en ©eleifc frf>onmuf getreten- fein, um jenes ju »ergeffen unb müfjsig unter Gegriffenin objcctioer Sfütfficht ju fpäl)en, um bloS fein Sßiffcn, e§ magnoff)ig fein ober nicht, ju erweitern.

Sa aber ber 2luSbrucf: 2luSfprud; ber gefunben SScr--nunft, in oorliegcnber §rage immer nod; jweibeutig ift, unb ent;»eber, wie ihn fetbft 9Jt enbelSfohn mifoerftanb, für ein llrtheilauä SSernunft einfid; t, ober, wie ihn ber SSerfaffer ber Sicfultateju nehmen feheint, ein Urthcil au§ SSernunfteingcbung genom-men roerben fann; fo wirb notl;ig fein, biefer SUtelle ber 33eurthei=tong eine anbere Benennung ju geben, unb feine ift ihr angemef.fener, als bie eines SSernunftglaubcnS. ©in jeber ©taubefetb(t ber hiftorifche, muft jwar ecrnünftig fein, (benn ber lef^te$robir|tein ber 2Bahrf)eit ift immer bie SScrnunft,) allein ein SSer--"nnftglaube iji ber, welcher ftch auf feine anbere Sata grünbet, al§Rdnt f. sb. i. 9