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dünkcn gestellt werden. Das ist nicht mehr als Ge-rechtigkeit — gewöhnliche Gerechtigkeit gegen Sie;Sic waren der nächste Verwandte des Seligen. Ichhatte keine Ansprüche an ihn — keine, als die derZärtlichkeit. Zärtlichkeit! und doch bin ich ihm unge-horsam!"
Zn all diesem lag viel, was Vargravc insgeheimfrcntc; aber cs schic» nur seinen Schmer; zu ver-doppeln.
„Sprechen Sic nicht so, meine Mündel, meineFreundin — ach! noch meine Freundin!" sagte er, dasTaschentuch anö Auge führend. „Ich beklage michnicht; ich bin mehr als zufrieden gestellt. VergönnenSic mir auch hinfort mein-Recht als Vormund, alsNathgebcr zu behalten — ein Recht, das mir thcurcrist, als alle Schätze Indiens."
Lord Vargravc hegte einen leichten Verdacht, daßLcgard ein unwillkommenes Interesse in Evclincns Herzerregt habe, und er suchte sic darüber auf feine, un-bemerkte Art auszuforschcn. Ihre Antworten über-zeugten ihn, daß, wenn auch Eveline für Lcgardgünstig gestimmt war, cS doch an Zeit und Gelegen-heit gefehlt hatte, einen günstigen Eindruck zu tieferNeigung zu reifen. Vor Maltravcrs hatte er keineFurcht. Zum Thcil täuschte ihn die gewöhnliche Selbst-beherrschung jenes zurückhaltenden Mannes, und nochmehr täuschte ihn seine niedrige Ansicht von den Men-schen. Denn wenn eine Liebe zwischen Maltravcrs undEveline sich gestaltet hätte, warum hätte dann nicht