Mr. Clcvcland war athcmlos vor Erstaunen;Maltravers hatte wirklich sein Gcheimniß so gut ver-hehlt; und jetzt war seine Gemüthsbewegung so stür-misch, daß der alte Mann ganz bestürzt und entsetztwar, da er selbst nie eine Leidenschaft durchgcmacht,obwohl einem Gefühl sich hingegcbeu hatte. Er suchtezu trösten und zu beschwichtigen; aber nach dem erstenAusbruch des gewaltigen Schmcrzens faßte sich Mal-travcrs wieder und sagte sanft:
„Lassen Sic uns nie wieder auf diesen Gegenstandkommen; cs ist billig, daß ich diese Tollheit bemcistcrc,und ich will sic überwinden! — jetzt kennen Sie meineSchwäche — und werden Nachsicht damit haben. MeineHeilung kann nicht eher aufaugcu, als bis ich nichtmehr von.meinen Fenstern aus das Dach sehe, welchesdie verlobte Braut eines Andern birgt."
„Za da wollen wir ganz gewiß morgen aufbrcchc»;mein armer Freund! cs ist wirklich —"
„Ah, halten Sie innc," unterbrach ihn der stolzeMann, „kein Mitleid! ich flehe Sic — gönnen Sicmir nur Zeit und Schweigen — das sind die einzigenHeilmittel."
Vor Mittag am folgende» Tage war Burlcighwicdcr von seinem Herr» verlassen. Als der Wagendurch das Dorf rollte, erblickte ihn Frau Elton vonihrem offenen Fenster aus. Aber ihr Gönner, in dieserStunde zu sehr in sich versunken, um selbst fürs Wohl-wollen Raum in sich zu haben, vergaß ganz ihr Da-sepn; und doch — so verwickelt sind die Gewebe des