Druckschrift 
3 (1838)
Entstehung
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heit auf Erben noch in mir erwecken könnte! Es magscpn, daß Etwas im Ton Ihrer Stimme, in IhremWesen, eine namenlose Anmnth, die ich nicht zu be-zeichnen vermag, mich an ein Wesen erinnert, das ichin meiner Jugend kannte; das nicht Ihre Vorzügeund Vorthcilc der Erziehung, des Ncichthnms, derGeburt besaß; aber gegen welche die Natur gütigergewesen war, als das Glück."

Er hielt einen Augenblick innc und fuhr dann,ohne Evcline anznblickcn, fort:

Sic treten ins Leben unter glänzenden Vorbe-deutungen. Ach! lassen Sie mich hoffen, daß derMittag das Versprechen des Morgens halten werde!Sic sind empfänglich, reizbar, phantaffcrcich; ver-langen Sie nicht zu Viel und träumen Sic nicht zuzärtlich süß. Wenn Sie vermählt sind, wähnen Sienicht das chcl che Leben scy frei von seinen Probenund Sorgen; wenn Sie Sich geliebt wissen undgeliebt müssen Sic werden verlangen Sic nicht vondem geschäftigen und strebenden Geist des MannesAlles das, was die Romantik verheißt und das Lebennur selten gewährt. Und oh!" fuhr Maltravcrs fortmit einer hinreißenden, ernsten Leidenschaftlichkeit, diesich in beinah athcmlos raschem Sprechen ergoß;wenn je Ihr Her; sich anflchnt wenn cs je unbe-friedigt sich fühlt fliehen Sie das falsche Gefühlwie eine Sünde! In eine Welt voll tausend Gefahrengeworfen, wie Sie das werden müssen bei IhremRang, ohne einen Führer, der so standhaft treu und