gcoffcnbart hatte — ein Gehcimniß, welches viel dazubcigctragcn, Lord Vargravc's Verachtung gegen dieFormen und den Anstand des konventionellen Lebenszu steigern. Und hier mag auch erwähnt werden —obgleich im Verlauf dieser Erzählung ein scharfsinnigerLeser cs schon geahnt haben mag — daß dicß Gchcini-niß, worin cs nun auch bestand — nicht ausdrücklichoder ausschließlich auf des verstorbenen Lords cigcn-thiimliche und iibclpafsendc Hcirath sich bezog. Ucbcrdiesen Punkt war noch Vieles dunkel, was Vargravc'sNeugierde erwecken konnte — wäre er ein Mann vonsehr lebhafter Neugierde gewesen. Aber er fühltewenig Interesse daran. Er wußte so viel, daß erglaubte, weitere Aufschlüsse könnten ihm selbst persön-lich keinen Vortheil bringen — warum sollte er sicheine Unruhe in den Kopf machen mit Angelegenheiten,die ihm nie die Taschen füllen konnten?
Ein vernehmliches Gähnen des schmächtigen Sccre-tärs weckte den Lord Vargravc aus seiner Träumerei.
„Ich beneide Sie, mein junger Freund," sagte erin guter Laune. „Es ist ein Vergnügen, das wir ver-lieren, wenn wir älter werden: schläfrig zu scpn. In-dessen „Zu Bette!" wie Lady Macbeth sagt. Wahr-haftig, cs wundert mich nicht, daß der arme Teufelvon Thane sich nicht beeilte mit einer solchen Tigerinzu Bette zu gehen. Eine gute Nacht Ihnen!"