Druckschrift 
4 (1838)
Entstehung
Seite
33
Einzelbild herunterladen
 

33

j verkehrte» Urthcilcns und Berechnend, daß die Fran-zosen, durch die Erfahrung nicht gewarnt, immer nochhartnäckig bei diesem politischen Laster bcharrtcn: daßall ihre Politik noch immer die Politik der Ccntralisa-tion war ein Prinzip, das zwar die augenblicklichej Kraft sichert, aber immer mit der plötzlichen Zcrtrüm-,! mcrnng der Staaten endet. Es ist in der That das! gefährliche Stärknngs- und Reizmittel, welches dasj Spstcm zu kräftigen scheint, aber das Blut gegen deni Kopf treibt daraus entsteht Apoplexie und Wahn-j sinn. Durch die Ccntralisation werden zwar allerdings, die Provinzen geschwächt; aber sic werden auch schwachder Regierung beizustchcn, wie, sich ihr cntgcgcnzu-sctzcn schwach einem Pöbel Widerstand zu leisten.Ccntralisation ist ein treffliches Quacksalbcrmittcl füreinen Despoten, der nur will, daß seine Gewalt danrc' so lang als sein Leben, und der gleichsam nur einei lebenslängliche Rente von dem Staat bezieht; aber! für wahre Freiheit und dauernde Ordnung ist Ccntra-- lifation ein tödtlichcs Gift. Je mehr die Provinzeni ihre eigenen Angelegenheiten verwalten, je mehr wirAlles, selbst die Straßen und Postpfcrde dem Volkj überlassen finden; je mehr der Mnnizipalgcist jede Ader1 des Ungeheuern Körpers durchdringt, desto sicherer^ dürfen wir uns darauf verlassen, daß Reform und^ Veränderung von der allgemeinen Meinung ansgchcn^ muß, welche langsam ist und aufbaut, che sie zerstört nicht von dem öffentlichen Geschrei, welches plötzlichBulwer's Romane. L,XXl 3