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daß die Erinnerung an Alice die Stelle aller lebendenLiebe einnchmen würde!
Ihre Antwort kam — sic schnitt ihm ins Herz.Sic war so dcmiithig — so dankbar — sic war nochimmer so zärtlich. Ihr selbst unbewußt färbte nochjetzt die Liebe jedes Wort — aber es war eine schmerz-liche — verbitterte — zermalmte und mit Füßen ge-tretene Liebe; es war Licbc, stolz gerade in Kraftihrer Tiefe und Reinheit. Sein Antrag wurde abge-wiescn.
Monate vergingen — Maltravers hoffte noch vonder Zeit. Der Pfarrer war nach Brook-Grccn zurück-gekehrt, und seine Briefe nährten Ernsts Hoffnungenund bestärkte» seine Zweifel. Je mehr Muße er hattezum ruhigen Nachdenken, um so schwächer wurden ihmjene glänzenden Regenbogenfarben, in welche Evclincgehüllt und gekleidet gewesen — und desto glänzenderder heilige Schimmer, der seine früheste Licbc um-strahlte. Je mehr er über Alicens frühere Geschichte,und die cigcnthümliche Schönheit ihrer treuen Anhäng-lichkeit nachsann, um so mehr fühlte er sich von Stau-nen und Bewunderung erfüllt — um so begieriger,sich zur Seite ein Wesen zu gesellen, das die Naturso gütig und reich mit allen Gaben ausgcstattct, welchedas Weib znm Engel und Stern des Lebens machen.
Monate vergingen — die Nachrichten, welcheMaltraverS von Paris erhielt, bestätigten alle seineVermuthnngcn — Lcgards Bewerbung war an dieStelle der scinigcn getreten. Jetzt begann MaltraverS