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6 (1838)
Entstehung
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daß die Erinnerung an Alice die Stelle aller lebendenLiebe einnchmen würde!

Ihre Antwort kam sic schnitt ihm ins Herz.Sic war so dcmiithig so dankbar sic war nochimmer so zärtlich. Ihr selbst unbewußt färbte nochjetzt die Liebe jedes Wort aber es war eine schmerz-liche verbitterte zermalmte und mit Füßen ge-tretene Liebe; es war Licbc, stolz gerade in Kraftihrer Tiefe und Reinheit. Sein Antrag wurde abge-wiescn.

Monate vergingen Maltravers hoffte noch vonder Zeit. Der Pfarrer war nach Brook-Grccn zurück-gekehrt, und seine Briefe nährten Ernsts Hoffnungenund bestärkte» seine Zweifel. Je mehr Muße er hattezum ruhigen Nachdenken, um so schwächer wurden ihmjene glänzenden Regenbogenfarben, in welche Evclincgehüllt und gekleidet gewesen und desto glänzenderder heilige Schimmer, der seine früheste Licbc um-strahlte. Je mehr er über Alicens frühere Geschichte,und die cigcnthümliche Schönheit ihrer treuen Anhäng-lichkeit nachsann, um so mehr fühlte er sich von Stau-nen und Bewunderung erfüllt um so begieriger,sich zur Seite ein Wesen zu gesellen, das die Naturso gütig und reich mit allen Gaben ausgcstattct, welchedas Weib znm Engel und Stern des Lebens machen.

Monate vergingen die Nachrichten, welcheMaltraverS von Paris erhielt, bestätigten alle seineVermuthnngcn Lcgards Bewerbung war an dieStelle der scinigcn getreten. Jetzt begann MaltraverS