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„Mein Kind — meine Evcline!" rief eine wohl-bekannte Stimme, »nd schon war Eveline in Aubrcy'sArme geflogen.
Der Anblick des Geistlichen in Gesellschaft vonMaltravers erklärte mit Eincmmal dem Lord VargraveAlles. Er sah, daß ihm die Maske vom Gesicht ge-rissen — seine Beute ihm ans den Krallen gezerrt —seine Falschheit erkannt — sein Anschlag vereitelt —seine Schurkerei vernichtet war! Er rang umsonst nachFassung — alle Quellen seines Mnths und seiner Listschienen ansgctrocknet und erschöpft. Fahl, sprachlos,beinahe zitternd sank er unter Maltravcrs' Blicken zu-sammen.
Evcline, welche die Anwesenheit ihres frühern Ge-liebten noch nicht bemerkt hatte, brach zuerst dasSchweigen. Sie hob voll Unruhe ihr Antlitz emporvon der Brust des guten Pfarrers und sagte: „MeineMutter — sie ist wohl — sie lebt — was führt Siehichcr?"
„Ihre Mutter ist wohl, mein Kind. Ich kommehiehcr auf ihren dringenden Wunsch, um Sie vor ei-ner Vermählung mit diesem unwürdigen Mann zuretten."
Lord Vargrave lächelte — fast gespcnstcrhaft —antwortete aber nicht.
„Lord Vargravc," sagte Maltravcrs, „Sie wer-den sofort cinsehen, daß Sie unter diesem Dach nichtsweiter zu schaffen haben. Entfernen wir uns — ichhabe Ihnen für Vieles zu danken."