Druckschrift 
1 (1836)
Entstehung
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Dem Erzbischof von Dublin hat es beliebt sichin seinen Gedanken über sekundäre Bestra-fungen streng über jenesübel angebrachte Mit-leid" mit Verbrechern, besonders jugendlichen De-linquenten, auszusprechen, das ein Abzeichen desenglischen Publikums sei. Diese Bemerkung ist ober-flächlich und unüberlegt. In dem Gefühl, daß dieStrafe in keinem Verhältniß zu dem Verbreche»stehe, liegt im Allgemeinen der Grund des Mitleidsmit dem Missethäter, besonders wenn derselbe nochinng ist; und eben dieses, nach Dr. Wbatelps An-sicht übel angebrachte Mitleid gibt einen Beweisvon der Menschlichkeit des englischen Volks. Ebenso ist es bei den Wahlen auffallend, in welch gerin-gem Grad Grausamkeit oder Gewaltthat sichwährend all des Lärms und Excesses, die chmals diesensiebcnjährlichen Satnrnalicn einen Fick aufdrükten,während all der Trunkenheit, der Leidenschaft unddes Parteihasses, die man dabei zu sehen bekamdem Gebrüll und dem Knittelkampf beigeselltcn, dieman zur überlegten Ausübung der Verstandeskräftebei einer so wichtigen Angelegenheit für nothwendig

Straf« z» hart werden dürft«. Allerdings bahntdie Kostspieligkeit einer solchen Verfolgung jenerLangmuth einigermaßen den Weg; aber in Civil-sachen scheue« wir eine Au«gabe zur Befriedigungunsrer Rache nicht; nur in Kriminalfällen schau-dern wir vor dem Antrieb unsrer keideuschaftzurük.