Druckschrift 
3 (1841)
Entstehung
Seite
131
Einzelbild herunterladen
 

13l

manchmal könnte man meinen, sie scy ihrem Alter vor-angeeilt, so nachdenkliche, gescheite Einfälle bringt sie vor;dann tm nächsten Augenblick bringt sie mich zur Verzweif-lung, Diese Nonnen find sehr geschickt in der Erziehung;wenigstens gelten sie dafür. Die Aerzte geben mir auchHoffnung; seht Ihr, ihre arme Mutter war sehr unglück-lich zur Zeit ihrer Geburt im Delirium, in der Thatdas mag es erklären. Ich bilde mir oft ein, die beständigeAufregung, in der mich ihr Zustand erhält, ist es, wasmich sie so lieben macht; Ihr seht, es ist ein Geschöpf, dassich nie selbst fortbringen kann. Ich muß Geld für sie an-schaffe»; ich habe schon Etwas bei der Priorin niederge-legt, und ich würde es nicht anrühren, wäre es auch, ummich vom Hungertod zu retten! Wenn sie Geld hat, wer-den die Leute schon freundlich gegen sie seyn. Und dann,"fuhr Gawtrey fort,müßt Ihr bemerken, daß sic Nichtsauf der Welt liebt als mich mich, den Niemand sonstliebt! Gut, gut, jetzt wieder in den Laden!"

Als sie nach Hause zurückkehrten, benachrichtigte siedie bon»e, daß eine Dame vorgesprochen, und nach Mon-sieur Love und dem jungen Gentleman gefragt habe, undsehr mißmuihlg geschienen habe, daß sie Beide verfehlte.Nach der Beschreibung vermuthete Morton, daß es dieschöne Unbekannte sey, und empfand Verdruß darüber, daßer um die Begegnung gekommen.

9 *

-o-T-HO-o-