wurde sehr vertraut mit meinem Oheim. Er lernte vonihm die Würfel führen und die Karten handhaben — erzahlte ihm 1000 Pfund für den Unterricht."
„Wie! ein Betrüger? Ihr habt gesagt er sey reichgewesen?"
„Sein Vater war sehr reich, und setzte ihm einegroße Summe jährlich aus; aber er war sehr verschwen-derisch ; und die Neichen lieben den Gewinn eben so sehrwie die Armen! Er hatte keine Entschuldigung, als diegroße Entschuldigung aller Laster — Selbstsucht. Jungwie er war, kam er in die Mode, und er mästete sich vondem Raube seiner Standesgenvssen, dis nach der Ehreseiner Bekanntschaft verlangten. Nun hatte ich meinenOheim betrügen sehen, aber nie sein Beispiel nachgeahmt;als der Mann vom höchsten Ton betrog, und aus seinemGewinnst und meinen Bedenklichkeiten einen Scherz machte,als ich ihn von Schmeichlern umworben und geehrt sah,ohne daß Jemand sein Treiben argwohnte, weil seineBekanntschaften und Verwandschaften die halbe Pcerschaftin sich begriffen, wurde die Versuchung stark; doch wider-stand ich noch. Jndeß, mein Vater sagte immer, ich seyzu einem Tangenichts geboren und ich könne meinemSchicksal nicht entfliehen. Und jetzt kam ich plötzlich in Liebe
— Ihr wißt noch nicht was das ist — desto besser für Euch!Das Mädchen war schön, und ich glaubte sie liebe mich
— vielleicht war dem so — aber ich war, wie ihre Ver-wandten sagten, zu arm zum Heirathcn. Inzwischen machteich ihr, wie man zu sagen Pflegt, den Hof. Meine Liebe