57
Brief ein, den dieser an Philipp weiter beförderte. Dieservon Sidney mit manchen Schreibfehlern gekritzelt, lau-tete so:
„Lieber Bruder Philipp! Ich höre, daß Du zu erfah-ren wünschst, wie es mir geht, und deswegen nehme ichmeine Feder zur Hand, und versichere Dich, daß ich ganzaus meinem eignen Kopf schreibe. Ich bin recht gut ver-sorgt und —viel mehr als ich je gewesen, seit die
gute Mama gestorben ist; daher bitte ich Dich, bekümmereDich nicht wegen meiner; und bitte, suche und finde michnur nicht, denn ich ginge um Alles in der Welt nichtwieder mit Dir. Es geht mir hier so viel bester. Ichwünsche, daß Du ein guter Knabe würdest, und Deineschlimmen Wege verließest; denn gewiß, wie Jedermannsagt, ich weiß nicht was aus mir geworden wäre: wenn
ich bei Dir geblieben wäre. Mr.-- sder Mr. war halb
herausgekratzt,j der Gentleman, bei dem ich bin, sagt,wenn Du Dich ordentlich aufführest, wolle er auch DeinFreund seyn: aber er rathet Dir, als ein guter Knabe zuArthur Beaufort zu gehen, und ihn wegen des früherBvrgefallnen um Verzeihung zu bitten; und dann werdeArthur recht gütig gegen Dich seyn. Ich schicke Dir einegroße runde Summe von zwanzig Pfund, und der Gentle-man sagt, er würde Dir Mehr schicken aber es könnte Dichnur unartig und leichtsinnig machen. Ich gehe jetzt jedenSonntag in die Kirche und lese gute Bücher, und bete,immer zu Gott, er möge Dir die Augen öffnen. Ich habesolch ein hübsches Pferdchen, mit einem so langen Schwanz.
.'--> 2 ^.., ___