43
näher, als er gedacht hatte. Er deutete auf das Licht undflüsterte: „Raffe Dich auf! nur noch eine Anstrengung!ES kann nicht entfernt seyn!"
„Es ist unmöglich — ich kann nicht weiter!" ant-wortete Sidneh und ein plötzlicher Blitzstrahl zeigte seinAngesicht geisterhaft entstellt, als ruhte der Schweiß undNebel des Todes darauf. Was konnte der Bruder thnn?Hier stehen bleiben und den Knaben vor seinen Augensterben sehen? ihn auf der Straße allein lasten, und demfreundlichen Licht zueilcn? Der letztere Plan war dereinzige, der ihm übrig blieb, aber er bebte davor mit grö-ßerer Furcht zurück als vor dem erster«. War das ein-Schritt, was er auf der Straße hörte? Er hielt den Atheman, um zu lauschen — eine Gestalt zeigte sich in däm-mernden Umriffen — sie kam näher.
Philipp schrie mit lauter Stimme.
„Was gibts da?" erwiederte die Stimme, und sieschien Mortons Ohr bekannt. Er sprang vor und indemer dem Wanderer ganz nahe ins Gesicht schaute, glaubteer die Züge von Kapitän de Burgh Smith zu erkennen.Der Kapitän, dessen Augen noch mehr ans Dunkel ge-wöhnt Ware», redete ihn zuerst an.
„Wie, mein Zunge, seyd Ihr cs wirklich! Bei Gott,Ihr habt mich erschreckt!"
So verhaßt dieser Mann bisher Philipp gewesen,war er ihm doch jetzt so willkommen wie das Licht desTages; er faßte seine Hand — „Mein Bruder, — einKind — liegt da, sterbend, so fürchte ich, vor Kälte und