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Sie mich an! Gleich Ihnen war mein Vater arm undedelherzig; gleich Ihnen mit Genie und Ehrgeiz begabt;gleich Ihnen und bis zn seinem letzten Hauche empfind-lich gegen die leiseste Verletzung. Er heiralhete, wie Siees gethan haben würden, ein Mädchen, deren Morgengabein Armnih und Sorge bestand. Alfred, ich sah, wie jenesGenie sich selbst zum Fluche ward — sah jenen Ehrgeizverzweifelnd verwittern— sah des stolzen Mannes Kampf,Demüthigung und Seelengual — sah das bittere Lebendas er führte, sah seinen frühen Tod, und hörte, wie anseiner Leiche meine Mutter Vorwürfe gegen sich selberächzte! Alfred Evelyn, jetzt reden Sie! Durfte das Mäd-chen, das Sie so edelherzig liebten, ein solches Verhäng-nis über Sie bringen?
Evelyn.
Clara, wir würden es mit einander getheilt haben!
Clara.
Getheilt? Nimmer wolle ein Weib, das wahrhaftliebt, Ihrer Eigensucht durch solche Täuschung schmei-cheln ! In dergleichen Ehen kann die Gattin die Last nichttragen helfen; er ist's, der Gatte, der sorgen, ringen, ar-beiten, ausdauern, und endlich doch beim Drehen des er-bärmlichen Rades an Herz und Körper verkümmern muß!Die Gattin, ach! kann den Kampf nicht theilen, kann nurZeuge der Verzweiflung seyn; und deswegen, Alfred,wies ich Ihre» Antrag zurück.