163
Sie kamen zu spät, wie gewöhnlich alles Gute zu spätkommt
(Er zieht sich mit Ladp Franklin IN den Hintergrund zurück.)
Evelyn.
Miß DouglaS, Wohl mag cs mir an Worten fehlen,Ihnen zu danken — diese Güte, diese Theilnahmc —Elara (sich ihrer Empfindung überlassend).
Evelyn, Evelyn! reden Sie nicht so. Was Güte?was Tkeilnahme? Ich habe Alles, Alles erfahren. Aumir isl'S, von Dankbarkeit zn reden. In dem Augenblicke,in welchem ich Sie so schwer verletzte — als Sie michfür eigensüchtig und kaltherzig hielten — als Sie glaub-ten, ich wäre verblendet und kleindenkend genug, um Sienicht nach Ihrem wahren Werthc zu schätzen — in ebendem Augenblicke waren Sie nur auf mein Wohlergehen— auf mein zeitliches Glück bedacht! Ihnen, nur Ihnenverdankt die arme Waise eö, daß sie der Abhängigkeit undKnechtschaft entrissen ward! Während Sie bittere Worteim Munde führten, übte Ihr Herz die edelste That! Ohochherziger Evelyn, das also war Ihre Rache?
Evelyn.
Sie sind mir keinen Dank schuldig, Miß; jene Rachewar ja süß! Meynen Sie eö war nichts, zu fühlen, daßmeine Gedanken Sie, auch ohne Ihr Wissen, umschwebenwürden, daß an den kleineren wie größeren Dingen, diefür jenes Gold eingehandelt werden konnten — daß anden Juwelen, mit denen Sie sich schmücken, daß an demKleide, in welchem Sie den Blicken Anderer noch schöner
11 *