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Graves.
Gcorgina ist hübsch, aber eitel und leichtsinnig. —(Bei Seite.) Inzwischen hat ergarkeinRechtwählerisch zuseyn, denn er hat niemals meine Maria gekannt. (Laut.)Ja, ja, mein Freund, ich sehe es jetzt klar ein. Sie wer-den eben so elend sehn als ich es bereits bin. SindSie verehelicht, so wollen wir mitsammen seufzen undklagen.
Evelyn.
Vielleicht beurtheilen Sie Georgina falsch; sie magedlerer Natur seyn, als sie es obenhin scheint. An dem-selben Tage, an welchem das Testament eröffnet ward,doch eine Stunde vor der Vorlesung, gelangte ein vonfremder oder verstellter Hand geschriebener, mit der Un-terschrift: „Von einer unbekannten Freundin Alfred Eve-lyns" versehener Brief, der eine für ein junges Mädchenbedeutende Geldsumme enthielt, an eine arme Frau, fürdie ich das Mitleid Anderer in Anspruch genommen, undderen Adresse ich einzig und allein Georginen vertrauthatte.
Graves.
Warum überzeugten Sie sich nicht?
Evelyn.
Ich wagte cs nicht, denn bisweilen, selbst gegen meineVernunft, habe ich gehofft, Clara hätte jenen Brief ge-schrieben ! (Indem er einen Brief hervorzieht und ihn betrachret.)Doch nein! ich erkenne ihre Handschrift nicht darin.Graves, ich verabscheue das Mädchen.