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„Was ist natürlicher, Baron Levy — seinem eigenenSchwager gegenüber?"
Der Baron wurde betroffen nnd erblaßte.
„Aber wie hat er dies erfahren? Ich habe es ihmnie gesagt und meinte überhaupt —"
„Ihr meintet vielleicht, Egertons Stolz endlich dadurchzu beschämen, daß Ihr öffentlich seine Verbindung mit einerKrämerstochter bekannt machtet. Es bleibt Euch noch einesehr gute Rache übrig — aber Rache für was? Noch einWort zu Euch, Baron, da unsere Bekanntschaft an dem ist,sich für immer zu schließen. Ihr wißt, welche Ursache ichchatte, auf Egcrton erbittert zu sehn; die Enrige kann ichnur vermuthen — wollt Ihr mich darüber aufklären?"
„Mein Lord, mein Lord," stotterte Baron Levy, „auchich warb um Nora Nvcnel als Gattin i auch ich hatte einenglücklicheren Nebenbuhler in dem hochmüthtgen Weitling,der sein Glück nicht zu würdigen wußte; auch ich — miteinem Wort, manche Weiber flößen Gefühle ein, die mitdem ganzen Wesen des Mannes, verwachsen und alle Strömeseines Lebensbluts durchdringen. Nora Avenel war einesDon diesen Weibern."
Harley war erstaunt. Dieser Ausbruch von Gefühl beieinem so verderbten nnd cynischen Menschen erstickte sogardie Verachtung, die er gegen den Wucherer fühlte. Levyfaßte sich bald wieder.
„Aber unsere Rache ist noch nicht vereitelt. Egertonbefindet sich, wenn auch nicht bereits i» meiner, so dochin Eurer Gewalt. Seine Erwählung sichert ihn zwar vor