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12/17 (1853)
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2050
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sich geraden Weges »ach Lcvy's Zimmer. Es war leer, undals er Nachfrage hielt, erfuhr er, daß Lcvy ausgegangenseh und im Lauf der Nacht nicht zurückkmumen werde. Eswar vielleicht ein Glück für Audley — ein Glück für denBarem, daß sie sich damals nicht begegneten. Trotz derNbmahnungen des Freundes hätte i» jener Stunde die Rach-sucht über Egerton einen eben so gewaltigen Einfluß übenkönnen, wie früher über Harley, ohne daß sie, wie bei demLetzteren, abgclenkt worden wäre.

Audley kehrte nach seinem Zimmer zurück und las dentraurigen Bericht zu Ende. Er folgte dem Zittern der ge-liebten Hand durch die letzten Folterqualen deS Zweifels undder Verzweiflung, sah, wo die heiße» Thränen aufgefallcnwaren, und bemerkte, wo die Hand innc gehalten und denSatz nicht vollendet hatte. Er begleitete im Geist die Un-glückliche auf der jammervollen Reise »ach der elterlichenHcimath und. erblickte sie vor sich, wie er sie znm letztenmalgesehen hatte, im Tode sogar schöner noch, als ihm dasAntlitz der Lebenden je vorgekommen war. Und als er sichüber die letzten Worte »iederbeugtc und der weiße Raum,welchen sie auf dem Blatt ließen, bleich sich über die zittern-den Schriftzüge und Thräneuspuren hinaus erstreckte — bleichund weiß wie die Leere, wesche zurückbleibt, wenn die Liebedahin ist — da war es ihm, wie wenn plötzlich sein Herzstillstche und der Lauf desselben gehemmt sey gleich dem desBerichts mit seinem schnell abgebrochenen Schlüsse. Esschlug wieder, aber schwach — so schwach! Sein AthemWurde eng und schmerzlich; sein Gehirn schwindelte. Aber