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der einmal mit einem Seraphslächeln hereingcschaut hattedurch das Gcfängnißgitter seines eisernen Lebens. Diehimmlische Zartheit der Liebe, jener übcrströmende Neich-thuni des Gefühls, welcher unter dem Hauch der Einbildungs-kraft, dieser Verschöneren» der Erde, in so vielen warmenAbwechslungen sich kunogab — von alle Dem hatte er sich,als er cs sein Eigenlhum nennen konnte, ungeduldig undhalb übersättigt abgewendet und es die Uebertreibungen einerträumerischen Romantik genannt; aber nun sie für die W^ltauf immer verloren waren, deutete er sie richtig sich alsWahrheiten — denn obscho» Blendwerke, waren sie dieSdennoch. Der Physiker sagt uns, daß.der Farbenglanz, wel-cher das All bedeckt, sich nicht auf der Oberfläche der Ge-genstände, sondern in unserem eigenen Gesicht befinde; dochnehme man dem Universum sein Farbenspiel, welche Philo-sophie wird uns dann den überzeugenden Beweis liefernkönnen, daß das All keinen Verlust erlitten habe?
Aber als Audlcy Lei der Stelle in dem Manuskriptanlangtc, welche, vbschon nur unvollkommen, die wahreUrsache von Nora'S Flucht erklärte — als er sah, wie Levyaus einem Grunde, über den er sich keine Muthmaßungenbilden konnte, seiner Gattin die ihn kränkenden Zweifeleingestößt, den TrauungSakt als einen betrüglichen darge-stellt , zum Beweis dafür Audley's eigene kurze uumuthigeBriefe an Nora benützt und so die unerfahrene junge Fraumit ihrem zarten Gefühl für Ehre in die Ueberzeugung vonihrer Schande hineingehetzt hatte — da wurde seine Stirnedunkel und seine Hand ballte sich. Cr stand auf und begabBulwer, meine Novelle. 129