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fort. Der kalte, strenge Mann der Welt legte jetzt zumerstenmal sein Herz bloß — vielleicht ohne selbst zu wissen,daß er es that — ohne zu wissen, daß er damit an den Tagbrachte, wie tief er mitten in den Staatssorgen und öffent-lichen Auszeichnungen den Mangel häuslicher Liebe empfun-den hatte — wie mechanisch in den Falten des Lebens deräußere Kreis war, den man eine „Laufbahn" nennt — undwie unwerth ihm sein Reichthum geworden, den er aufNiemand vererben konnte. Nur von der an seinem Lebennagenden und immer fortschreitenden Krankheit redete ernicht; er war zu stolz und zu männlich, um für physischeLeiden eine Theilnahme anzusprechen. Er erinnerte Harlcy,wie oft und nachdrücklich er Jahr um Jahr, Monat um'Monat seinem Freund angelegen habe, sich seiner schwer-müthigen Träume zu entschlagen und die ihm inwohnendenKräfte seinem Vaterland zu weihen oder ein sichereres Glückin häuslichen Banden zu suchen. „Ich mochte wohl selbst-süchtig seyn in diesen Versuchen," sagte Egerton, „denn nurwenn ich Dich glücklich sah, durfte ich hoffen, daß Du imStande seyn werdest, meine Aufklärungen über die Ver-gangenheit anzuhören und auf dem beseligenden Boden einerHeimath mir Deine Verzeihung zu Theil werden zu lassen.Ich sehnte mich nach diesem Bekenntniß, ohne je den Muthdazu fassen zu können. Oft haben mir die Worte auf denLippen geschwebt — und eben so oft schreckte mich eine zu-fällige Aeußerung von Dir wieder ab. Mit einem Wort, inDir vereinigten sich alle Gedanken und Gefühle meiner Ju-gend — selbst wenn sie Nora's Grab umspukten — so sehr,