SOLL
Schlimmerem — und der zum Dank dafür mir die Beweisei» die Hand lieferte, welche in Dir den meineidigen FreundHarley L'Estrange's und den schändlichen Verführer vonNora Avenel anklagen, der — schlimmer als jede offeneSünde — seinen Betrug durch erlogeneTrauungSceremonienbemäntelte."
„Das ist unwahr — eine Lüge!" riefEgerton, wel-chem durch diese Beschuldigung seine ganze Stattlichkeit undKraft zurückgegeben wurde. „Ich verbiete Euch, so mit mirzu sprechen — verbiete Euch, auch nur mit einem Wort dasAndenken meines rechtmäßigen Weibes zu bestecken."
„Ah!" sagte Harley betroffen. „Ah — eine Lüge?Beweise dies und die Rache ist vorüber! Dem Himmel seyDank!"
„Es beweisen? Was ist leichter! lind warum habe ichmit diesem Beweis so lange gezögert — warum anders ihnverheimlicht, als ans Liebe zu Dir? — aus Furcht auch— aus einer selbstsüchtigen, aber menschlichen Furcht, inDir die einzige Achtung zu verlieren, die mir theuer war —den einzigen Leidtragenden, der eine Thränc vergossen habenwürde über dem Stein mit einer lügnerischen Grabschrift, inwelcher man ans Parteizweckcn den Dank einer Nation aus-zudrücken Pstegt. Eitle Hoffnung! Ich entsage ihr. AberDu hast von einem Sohn gesprochen. Ach, leider bist Duhierin abermals getäuscht worden. Ich hörte, daß ich einenSohn hatte — cs sind Jahre, Jahre her. Ich suchte ihnund fand ein Grab. Aber Gottes Segen über Dich, Harley,