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12/17 (1853)
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2004
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2004

die einzige Rache erscheinen, welche das civilisirte Leben demWitz der Sterblichen gestattet wirst Du je aus DeinerErinnerung den Flecken austilgen können, mit dem DuDeine Ehre besudeltest Du, der Du noch Freundschaftheuchelst und den Verrath unter Lächeln birgst ? Zugegeben,daß das erlittene Unrecht so groß sey, wie es Dir vorkömmt

ja, wenn es auch noch zehnmal größer wäre, immerhinwird das Gefühl Deiner Gemeinheit, o Gentleman undKrieger, in der Tiefe Deiner Einsamkeit Dir die Glut aufdie Wangen jagen. Du, der Du Andere einer vertrauendenLiebe für unwerth hältst, wirst fühlen müssen, daß Du selbstder ihrigen unwürdig geworden bist. Die Ruhe wird DeinerAbgeschiedenheit fremd bleiben und die Manneswürde Dick-verlassen. Dein stolzes Auge muß sich senken vor dem Blick,der Dich trifft, und Dein Schritt wird nicht länger den Bo-den verachten, den er betritt. Wer einmal eine niedrigeHandlung beging, kann sich nie wieder ganz mit der Ehreversöhnen. Und wehe, dreimal wehe, wenn Du zu späterfährst, daß Du das vermeintliche Unrecht übertrieben hast

daß Entschuldigungsgründe vorhanden waren, wo Dukeine sähest und daß Dein Freund zwar irrte, sein Jrr-thum aber verzeihlich ist tm Gegensatz zu dem, was Du fürVergeltung hieltest.

So stand in der stolzen Erhabenheit des ihm tnwohnen-den Machtgefühls, obschon es einem kläglichen Zwecke zu-strebte ein schreckliches Beispiel der Veränderung, welcheein einziger böser häßlicher Gedanke, den man mit Aus-schluß aller anderen hegt, in der edelsten Natur hervorbrin-