„Dale! Der Mann, welcher auf Harley Verdachthatte — der mich in Laudon anfsuchte, von einem Kind sprach— von meinem Kind — und mich hinschickte, um noch einGrab zu finden! Er mit Harley eingeschlossen — er!"
Audley sank in- seinen Stuhl zurück und haschte buch-stäblich nach Luft. Wenige Männer standen so im Ruf desMuthes, welcher der Mannheit Würde verleiht, sowohlein körperlicher als in moralischrBeziehung. Aber in jenemAugenblicke war es weder Schmerz noch Gewiffenspein wasAudley lähmte, sondern die Furcht. Der muthige Mann sahdeutlich und drohend das Bild seines eigenen Verraths vorflch — das Verbrechen eines Feiglings — und dies machteihn selbst zur Memme. Was hatte er zu fürchten? Nichtsals das anklagende Gesicht eines gekränkten Freundes —sonst nichts. Aber was konnte schrecklicher seyn? Mittenin dem Prunk seiner Anhänger das einzige Wesen, das ihmgeblieben war, um ihn zu lieben — das einzige Wesen, fürdas der kalte Staatsmann die glückliche, belebende mensch-liche Innigkeit einer Herzenszuneigung fühlte — sollte ihmverloren seyn für immer. Er bedeckte sein Gesicht mit denHänden und saß da in gespannter Erwartung vor etwasSchrecklichem, wie das Kind im Finstern. Schwere Tropfenstanden auf seiner Stirne, und sein Körper bebte.