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theil hart und trocken. Leonard achtete L'Estrange zu sehr,um sich zu gestehen, daß cs gefühllos sey, und suchte mit demganzen reichen Edelmuth seines Wesens Entschuldigungen fürdas, was ihm tadelnswertst vorkam. Vielleicht hatte etwasin Helens Benehmen oder Reden Harley zu dem ArgwohnAnlaß gegeben, daß sie noch immer ein zu warmes Interessefür den Gefährten ihrer Kindheit fühle, und möglich, daßunter diesen kalten Ausdrücken die brennende Qual der Eifer-sucht lauerte, lind oh, Leonard verstand dies so wohl undempfand selbst gegen seinen glücklichen Nebenbuhler ein soedles Mitleid mit der Folter der peinlichsten aller menschlichenLeidenschaften, in welcher alles Vernünfteln nur den krampf-haften Zuckungen unseres Schmerzes folgt.
Dabei fühlte sich Leonard neben den übrigen Ursachenzur Unruhe von seiner eigenen Eifersucht in so hohem Gradegequält und gedemüthigt. Er wußte, daß Helen sich mitHarley unter demselben Dache befand, und die Verlobtenkonnten sich täglich — ja stündlich sehen. Bald hörte erwohl von ihrer Hcirath. Sie wurde dann weit über denKreis seines Daseyns erhoben, in höhere Regionen entführtund war dann nur noch seinen Träumen zugänglich. Unddoch setzte ihn die Eifersucht gegen einen Mann, gegen densie beide, er und Helen, so tief verpflichtet waren, in seinerAchtung herunter und erschien ihm in dem Lichte des Undanks.WaS hätte ohne Harley ans Helen werden müssen, wenn sicseiner knabenhaften Fürsorge überlassen geblieben wäre?Hatte er doch selbst in seiner Verzweiflung zu dem Gedan-ken sich genoihigt gesehen, sie von seiner Seite wegzuschicken,